Was kann ich tun?

Bei den zum Teil sehr großen Herausforderungen, die für ein nachhaltiges Wirtschaften überwunden werden müssen, kann man leicht den Eindruck bekommen, dass man als Einzelner nichts bewegen kann. Gesetzesänderungen sind auch auf jeden Fall nötig. Doch jeder Einzelne kann bereits etwas verändern, was in der Summe dann einen beachtlichen Unterschied machen kann.

Wissen

knowledge

Zunächst geht es darum, Wissen zu den relevanten Thematiken zu erlangen. Niemand muss und kann ein Experte in jedem Fachgebiet sein. Doch ohne eine gewisse Allgemeinbildung kann eine gute Demokratie nicht funktioniert. Google (oder andere Suchmaschinen) und Wikipedia können hierbei gute Helfer sein. Auch diese Website versucht durch möglichst kompakte Zusammenstellung der relevanten Problematiken und Ideen hilfreich zu sein. Die Ideen können mit Freunden, Familie und Bekannten diskutiert und somit verbreitet werden.

Politik

politics

Um die entsprechenden politischen Rahmenbedingungen durchzusetzen, kann man politisch aktiv werden. Neben Unterschriftaktionen und Demonstrationen kann man auch einer Partei beitreten oder einfach nur die Partei wählen, die am stärksten und überzeugendsten für eine nachhaltige, sozialverträgliche Wirtschaft eintritt.

Ernährung

diet

Man kann beim Kauf von Nahrungsmittel auf das Bio- und auf das Fairtrade-Siegel achten. Je mehr ökologisch und faire Nahrung nachgefragt wird, desto mehr wird diese auch produziert. Für andere Konsumgüter wie Kleidung gilt dies ebenfalls, ist jedoch aufgrund der geringeren Auswahl nicht so leicht zu realisieren wie bei Nahrung.

Eine vegane Ernährung oder auch ein stark reduzierter Fleisch- und Fischkonsum kann ebenfalls einen großen Unterschied machen.

Geld

money

Viele Banken verdienen ihr Geld mit schädlicher Spekulation, Investitionen in Rüstungsgeschäfte, Atom- und Kohlekraftwerken. Hat man bei einer solchen Bank ein Giro- oder Sparkonto (oder sonstige Geldanlagen) so unterstützt man man dies indirekt.

Es gibt jedoch auch Alternativen. Banken, die bei Investitionen neben der finanziellen Rentabilität zu aller erst auf Nachhaltigkeit und ethische und soziale Vertretbarkeit achten: GLS Bank[1], Umweltbank[2], etc.

Auch bei Aktien und anderen Wertanlagen kann man auf Nachhaltigkeit und Ethik achten.

Transport

transport

Das eigene Auto ist, vor allem wenn man – wie meist – alleine fährt, dem Fahrrad, Bus und Bahn aus ökologischer Sicht weit unterlegen. Man kann jedoch Fahrgemeinschaften bilden, Mitfahrgelegenheiten und die zahlreichen Carsharing-Angebote[3] nutzen. Beim Autokauf oder -mietung kann man auf niedrigen Verbrauch oder elektrischen Antrieb achten.

Man kann vermehrt Bus und Bahn und das Fahrrad benutzen. Bei mittellangen oder bergigen Strecken kann auch das Elektrofahrrad (Pedelec[4]) eine ökologisch und ökonomisch sinnvolle Lösung sein.

Software

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Möchte man ein System von geistiger Freiheit fördern und hat keine Lust mehr auf hohe Kosten proprietärer Software, Programmhintertüren für NSA&Co, Computerviren und -würmer, dann kann man Open-Source-Software benutzen. Es folgt eine kurze Liste einiger guter, kostenloser Open-Source-Software:

Betriebssystem (statt MS Windows) Linux: zB. Ubuntu bzw. Lubuntu
Office (statt MS Office) LibreOffice
Internet (statt Internet Explorer) Firefox
Media Player (statt MS Media Player) VLC
E-Mail (statt MS Outlook) Thunderbird
Messenger (statt Skype) Pidgin
Photo/Bild (statt Adobe Photoshop) Gimp
Vektorgrafik (statt Adobe Illustrator) Inkscape
3D Grafik (statt 3ds Max) Blender
Audiobearbeitung Audacity

Energie

energy

Beim Häuserbau, -renovieren, -kauf und -mietung kann man auf einen hohen Energiestandard achten. Dies ist nicht nur besser für die Umwelt, sondern ist meist auch mittel- bis langfristig die günstigere Wahl aufgrund von niedrigeren Energiekosten.

Dies trifft ebenfalls zu für den Kauf von sparsamen Haushaltsgeräten wie LED-Lampen.

Will man nicht den Bau und Betrieb von Kohle- und Atomkraftwerken unterstützen, kann man sehr leicht und schnell den Stromanbieter wechseln. Dabei zu beachten ist jedoch, dass man zu einem Anbieter wechselt, der ausschließlich Erneuerbare-Energie-Kraftwerke betreibt und in diese investiert. Wählt man lediglich einen Ökostromtarif der großen Stromkonzerne, welche weiterhin Kohle- und Atomkraftwerke betreiben, unterstützt man weiterhin diese schmutzigen Energien. Gute Ökostromanbieter sind zum Beispiel: Naturstrom[5], Elektrizitätswerke Schönau[6] oder Greenpeace Energy[7].

Ist man selber Hauseigentümer kann man eine Photovoltaik-Anlage zur eigenen Stromproduktion (oder Sonnenkollektoren zur Warmwasser-Gewinnung) auf das Dach installieren. Auch kann man die eigene Dachfläche für eine fremde Solaranlage vermieten.