Geistige Freiheit

Im Folgenden soll gezeigt werden, warum geistige Monopole in Form von Urheberrecht und Patenten abgeschafft werden sollten, um eine nachhaltigere sozialere Wirtschaft zu ermöglichen. Relevante Informationen sind auf Wikipedia[1] und den dort verlinkten Quellen zu finden (besonders[2]).

Die Wichtigkeit des Kopierens

Development of the car.


Kopieren ist Grundbestandteil unseres Lebens. Es fängt bei Babys an, welche das Verhalten von Eltern und Kindern kopieren und so lernen zu sprechen und zu laufen. Später in der Schule kopiert man weiteres Wissen: wie man ließt und schreibt, rechnet und wie man noch mehr Wissen erlangen kann.

Kopieren ist auch Grundbestandteil der Wissenschaft. Wenn jeder Physiker die Newtonschen Gesetze neu entdecken müsste hätten wir heute keine Quantenmechanik oder Relativitätstheorie.

Das Gleiche gilt für Technik und Wirtschaft. Wenn die ersten Autobauer nicht einfach eine Pferdekutsche umbauen hätten können, sondern das Rad im wahrsten Sinne des Wortes neu erfinden hätten müssen, wir hätten heute keine Autos.

Eine Gesellschaft sollte daher das Kopieren so leicht wie möglich machen und Faktoren, welche das Kopieren behindern, beseitigen.

Patente

Patente sind Monopole, welche von Staaten an Personen vergeben werden, welche als erste ein Patent für eine bestimmte Erfindung anmelden. Die Erfinder können anderen Personen das Nutzen der Erfindung verbieten (oder nur unter Zahlung einer Gebühr erlauben). Dies trifft sogar dann zu, wenn diese u. U. unabhängig die gleiche Erfindung gemacht haben. Gleichzeitige Erfindungen und Entdeckungen findet dabei häufiger statt[3].

Im Allgemeinen sind sich die meisten Ökonomen heute einig, dass Monopole einen insgesamt negativen Effekt auf die Wirtschaft und Gemeinschaft hat. Daher wurden sie auch weitestgehend abgeschafft – bis auf die bemerkenswerten Ausnahmen bei Patenten und Urheberrecht.

Offensichtliche negative Folgen von Patenten beinhalten die unnötig hohen Preise, welche aufgrund der durch die Patente minimierten Konkurrenz entstehen. Patente erschweren dabei Innovation. Denn eine Erfindung ist häufig eine graduelle Verbesserung einer bereits existierenden Idee. Ist diese Idee bereits patentiert, kann der Erfinder seine Verbesserung nicht ohne weiteres auf den Markt bringen. Auch wenn es sich um mehr oder weniger komplett neue eigenständige Erfindungen handelt, gibt es das Risiko, dass die Erfindung bereits durch bestehendes Patent abgedeckt wird. Das Patentwesen verursacht so hohe Kosten bei der Patentierung selbst und bei Patentnachforschungen und erhöht das Risiko bei der Markteinführung eines neuen Produktes.

Die weitverbreitete Meinung, dass Patente Innovation fördern, kann nicht mit historischen Daten bestätigt werden. Es gibt keine Korrelation von der Entwicklung eines Patentwesens und Innovation, gemessen anhand der totalen Faktorproduktivität: wie viel Output (z.B. Essen) man mit gegebenem Input (z.B. Land, Arbeitskraft) produzieren kann[4].

Startups fehlt es häufig an den finanziellen Mitteln einer ausreichenden Patentrecherche oder eigener Patentanmeldung. Bestehende Großunternehmen besitzen jedoch meist ein umfangreiches Patentportfolio mit dem sie Konkurrenz blockieren können.

Urheberrecht

Urheberrechte sind Monopole, welche von Staaten an den Urheber eines originalen Werkes vergeben werden. Der Urheber kann das Kopieren seines Werkes verbieten und Gebühren für dessen Nutzung verlangen[5].

Die offizielle Rechtfertigung für die Existenz des Urheberrechtes ist, dass es eine Möglichkeit schaffen sollen, den Urheber für seine geistige Arbeit zu kompensieren.

In Realität sind Urheberrechte meist für eine Dauer des ganzen Lebens des Urhebers plus 50 Jahre gültig. Dies führt zu unnötig hohen Profiten für die Urheberrechtsinhaber, welche meist nicht mehr die ursprünglichen Urheber der Werke sind. Dies Profite entsprechen unnötig hohe Kosten bei den Verbrauchen.

Wirtschaft ohne geistige Monopole

Eine Wirtschaft ohne geistige Monopole kann sehr gut funktionieren, wie Perioden in der Vergangenheit ohne oder nur mit einem schwach ausgeprägten geistigen Monopolsystem zeigen.

Erfindungen finden statt, da sie dem Erfinder einen wirtschaftlichen Vorteil gegenüber der Konkurrenz verschaffen. Ganze Branchen – wie der Open Source Markt – funktionieren ohne Patente und Urheberrecht. Oft war eine Erfindung, die leicht zu kopieren war, auch günstig in der Erfindung. Tatsächlich sind einige Erfindungen und Entdeckungen unbeabsichtigt per „Unfall“ erfolgt. Je schwieriger und teurer eine Entwicklung ist, desto langwierig und teuer ist oft auch das Kopieren. So kann ein zeitlicher Vorteil von wenigen Monaten zum Beispiel bei der IT Branche von entscheidender wirtschaftlicher Bedeutung sein.

In Fällen, wo der freie Markt tatsächlich versagt, nötige Innovation hervorzurufen, können Instrumente mit geringeren Negativfolgen verglichen zum Patentwesen genutzt werden. So könnte zum Beispiel ein Preisgeld für die Entwicklung einer wichtigen Medikamentes ausgeschrieben werden.

Künstler können durch Ticketverkauf zu Live-Veranstaltungen ihr Geld verdienen. Künstler, Autoren und Filmemacher können auf Crowdfunding[6] zurückgreifen. So müssen zum Beispiel Filmemacher die Finanzierung für den Film bereits lange bevor die ersten Kinotickets oder DVDs (Blu Rays) verkauft sind gesichert haben. Statt das Kapital von den großen Filmstudios zu beziehen, können sie es direkt durch Crowdfunding von den Konsumenten und Fans erhalten.

Technischer Fortschritt sowie Freiwirtschaft&Grundeinkommen[7] können dabei die Hürden für Innovation und (kreative) Arbeit weit absenken. Denn der Lebensunterhalt wäre bereits gedeckt und die Kosten für (geistige) Arbeit wäre auch gerade aufgrund des fehlenden Patent und Urheberrechts sehr viel geringer.

Eigene Ideen

Im Folgenden möchte ich einige meiner eigenen Ideen oder „Erfindungen“ veröffentlichen. Ich habe sie während meiner Freizeit zum Teil mit Hilfe von Freunden und Familie entwickelt. Wie bei praktisch allen Erfindungen sind sie mehr oder weniger beeinflusst durch existierende Produkte und Ideen.

Ich veröffentliche sie hier damit sie gemeinfrei werden. Sollte nicht bereits Patente bestehen, welche sie abdecken (Ich habe keine intensive, zeitaufwendige, kostspielige Patentrecherche betrieben), können sie nicht mehr patentiert werden.

Jeder (auch ich[8]) kann die Ideen daher frei benutzten und weiterentwickeln.

Einige der Ideen sind detaillierter und näher an einem realen Produkt. Andere sind mehr theoretischer Natur und sollen zu mehr Gedanken und Entwicklung anregen.